Taflhüte

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Überall ringsum gibt es weiße Verwehungen und dreißig Grad unter Null. Und überall ringsum gibt es Wiesen voll von wunderschönen Blüten und dreißig Grad über Null. Hundertjährige Linde ist vom Raureif umhüllt und ringsherum liegt eine Stille. Und hundertjährige Linde ist vom Geruch der Blüten in der Luft umhüllt und ringsherum ist das Summen von Bienen zu hören. Und im Frühling, und im Herbst... Es gibt kein Moment, wenn es hier nicht schön wäre.

DIE ALLEE DER VERSÖHNUNG UND PAX VOBIS

Ein Platz, der wie der sagenhafte Fenix erstand. Auf dem Fundament von alten Geschichten wachsen neue wieder auf. Die Geschichten nicht nur von dem Platz selber, aber auch die, die hier geboren sind und weiter leben. Überall in unserem Land, auch im Land der bayerischen Nachbarn. Genauso wie früher, als die Glassiedlung hier stand und die Leute die Geschichten in die nahen und entfernten Gegenden mit ihrem Leben austrugen und durchlebten.

Der Weg, alte und wieder erneuerte, wird von neuen Baumreihen begleitet. In dieser wechseln sich regelmäßig die Eichen und Linden, als die Symbole von unseren Nachbarvölker und Völker, die hier in „Denkwürdigen Landschaften“ gemeinsame Historie haben. Und diese neuen jungen Bäume, die unter dem Schutz von den alten stehen. Wieder in dem symbolischen Paar, vielleicht vom Schicksal vorbestimmt – denkwürdige Eichen und Linden bewacht sie. Und bei der Linde gibt es ein Denkmal und Nachlass für die zukünftigen Zeiten – zwei Bögen, die sich fast überschneiden und zwischen denen gibt es ein wunderschönes Bild des Engels und im Bild eine heilige Schrift: PAX VOBIS – Frieden mit euch…. Und auch zwei Baumreihen wachsen hier am Weg. Eine bringt Kirschen und die andere Äpfel. Dort, wo einst die Häuser standen, strahlt ein goldenes Kreuz. Und der Wunsch aus den Linden und Eichen, die Allee der Versöhnung heißt. Die Botschaft erfüllte sich und wird für immer überdaueren.

VOM GLAS ZUM PFLÜGEN

Táflova Huť oder auch Huť pod Boubínem, auf deutsch Tafelhütten, sind eine untergegangene Ortschaft, die geographisch in den Bezirk Prachatice gehört. Die ersten Erwähnungen gehen zurück in das Jahr 1619 und weiter zu dem ersten Siedler, dessen Haus zur Glashütte umgebaut wurde, die bis 1722 im Betrieb war. Danach ging der damalige Hüttenmann zum Ackerbau über, der später in das Eigentum der Familie Korbisch überging, die sich Generationen lang dem Ackerbau widmeten bis zum Jahr 1963, als die Ortschaft unterging. Im Jahre 2002 wurden hier die Nationalbäume gepflanzt – tschechische Linden und deutsche Eichen und am Anfang der Allee wurde ein Obelisk ausgestellt mit der deutsch-tschechischen Aufschrift die Allee der Versöhnung – wie eine Erinnerung an das Zusammenleben von zwei Völker im tschechischen Grenzgebiet und mit dem Wunsch des Friedens auf beiden Seiten der Grenze.

Zuletzt wurde das Denkmal PAX VOBIS aufgebaut, zwei Baumreihen von Obstbäumen gepflanzt und des originale Kreuz wurde erneut. Das ganze Projekt entstand und wurde durch die Integrierte