Riesenbach

Foto: ENVIC
In Tälern und jetzt auch auf Wiesen, die vor einer Weile sonnig waren, ist es dunkel, das wirkten dunkle Wolken, die hierher sich auf dem Himmel wälzen. Der erste Blitz beleuchtete die Landschaft und gleich grollt der Donner und er wiederhallt zwischen Hügeln. Die Stürme kommen da gewöhnlich plötzlich und sind sehr strong ... Vielleicht so wie gerade gegen den Sturm wurde hier die heilige Riesenburg aufgebaut, weil nach dem Leben der Leute da keine geringste Spur ist ... und so er bis heute hierher nach Jahrtausenden zurückkommt.

AQUA AUREUM

In der Nähe von Kašperské hory und noch näher zur Gemeinde Červená stand damals auf dem Flüsschen Losenice eine Gemeinde namens Buzošná. Heute ist sie meistens mit dem Talwald bewachsen, aber aus zwei großen Gebäuden gehen noch hohe Wände zu Baumkronen auf. Aber auch zwischen Wurzeln, im schwarzen Land, sind Spuren nach einer alten Gemeinde. Zwei gewölbe Keller, einer groß mit dem Seiteneingang, der zweite kleiner mit einem silbernen Spinnennetz. Und die höhen Wände greifen bis zum dritten Stockwerk und in ihnen sind viele Fenster und Portale.

Nicht weit flussauf, vom Bergfuß bis zum Gipfel, ersteckt sich ein ausgedehntes Steinmeer. Das ist steil, aus riesigen Steinen, ohne Bäume, ohne Blumen. Und in der Spiegelfläche dieses Meeres spiegelt sich vielleicht die legendäre Riesenburg, die die hiesige Landschaft auf dem Gipfel des Gegenhügels von der Kelten-Zeit streng bewacht und Stürme aus allen Seiten zu sich selbst lockt. Und wenn Donnerwolken wieder auseinander treten und die Sonne bis zu jenem Flüsschen durch dringt, jenes erstrahlt, weil hiesiges Gewässer goldtragend ist. Losenice – Aqua aureum …

BÖHMERWALD-STREICHHOLZWESEN

Riesenbach oder auch Biesenbach, tschechisch Buzošná, ist eine verschwundene Gemeinde, die geografisch zum Landkreis Klatau gehört, sie liegt im Tal Losenice zwischen Červená und Popelná. In der Gemeinde standen mehrere Gebäude, samt einer Mühle mit einem Kühlschrank, einem Hydrokraftwerk, einem Sägewerk und einer Schleiferei. Die Gemeinde nährte am meisten wahrscheinlich eine Filiale eines Streichholzbetriebes, man bedenkt den Streichholzbetrieb von Samuel Kohn in Horažďovice. Wahrscheinlich wurden hier nicht gerade Streichhölzer, sondern Rohmateriale und Halberzeugnisse für nächste Streichholzbearbeitung und Ausnutzung.