Glasschleiferweg

Foto: Kulamu

Die Stadt Waldmünchen und ihre Region war früher von großer Bedeutung für die Glasproduktion und Glasveredelung. Vom 16. Jahrhundert an bis ins 19. Jahrhundert Gab es im sogenannten Ulrichsgrüner Tal mehrere dieser Glasschleifen und Glaspolierwerke, die die groben Glasscheiben für Fenster und Spiegel verwertbar machten. Die Grassl-Schleiferei stellte als letzte Produktionsstätte im Jahre 1964 ihren Betrieb ein. Einen guten Überblick über dieses Glasschleifertal bekommt man vom sogenannten Klammerfelsturm bei der Ansiedlung Herzogau. Ein guter Ausgangspunkt für eine Wanderung entlang dieses Glasschleiferweges ist die Jugendherberge Waldmünchen, am Schloßhof 1.

Gebhard Ruhland, ein früherer Pfleger von Waldmünchen, gründete 1579 in der oberen Herzogau auf der heutigen Flur „Ochsenweide“ eine Glashütte. Den Ort Herzogau hatte er bereits 1575 erworben. Erzeugt wurde in dieser Glashütte vor allem Tafel- und Hohlglas. Zum Besitz der Glashütte gehörten 38 Tagwerk Felder und 67 Tagwerk Wiesen. Im Herbst des Jahres 1614 brannte die Glashütte ab, einige Jahrzehnte später wurde sie an einer anderen Stelle wieder neu errichtet.