Brücke Röhrnbach

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In der Nähe von der Gemeinde Röhrnbach führt seit einem Jahrtausend der älteste Goldene Steig, der sogenannte „Prachatitzer Steig“ entlang. Es ist schon urkundlich für das Jahr 1010 erwähnt, dass auf dieser Handelsstraße Richtung Prachatitz mit Säumerpferden Salz nach Südböhmen gebracht wurde.Entlang dieses Handelsweges gründeten sich viele Siedlungen und Dörfer. Es wurden auch frühzeitliche wirtschaftliche Anlagen entlang des Steiges errichtet. Am Osterbach bei Röhrnbach wurden vor allem etliche Mühlen erbaut. Eine davon, die Bruckmühle, lag nur wenige Schritte von der Säumerbrücke entfernt.

Diese Säumerbrücke wurde 1592 über den Osterbach errichtet und ist damit die älteste Steinbrücke des unteren Bayerischen Waldes. Charakteristisch für die Steinerne Brücke sind die vier unterschiedlich gestalteten Brückenbogen, die ihr ein verspieltes Aussehen geben. Der Bau der Brücke erleichterte den Transport der Waren bei Röhrnbach, und auch der Name Röhrnbach hat mit den Salzkarawanen zu tun. Eine Röhre bedeutete im Mittelalter einen Platz an dem die Pferde getränkt wurden und die Salzhändler eine Rast einlegten.

Es gibt in der Nähe der Steinernen Brücke auch noch eine Eisenbahnstrecke Richtung Freyung und Waldkirchen. Wenn man an der Brücke steht, kann man daher noch heute erahnen, wie viel Verkehr sich dort einstmals abgespielt haben musste. Besonders schön anzusehen sind die Wasserspiegelungen der Brücke im Wasser des Osterbaches. Es ist ein romantischer Ort, an dem man heute gerne verweilt. Die vorhandenen Reste der Mühlenanlagen, die Brücke und die Eisenbahnstrecke im Hintergrund vermitteln dem Besucher ein anschauliches Bild vom Zusammenspiel früherer Wirtschaftlicher Anlagen und der Anbindung an den Verkehr.