Brenntenberg

Foto: ENVIC

AUF GLEISEN DER WALDBAHN

Brenntenberg, tschechisch Spálenec, ist eine zum Teil verschwundene Siedlung, die geographisch in den Bezirk Prachatice gehört. Ihre Entstehung fällt ins 17. oder vielleicht sogar ins 16. Jahrhundert. Den Hauptlebensunterhalt fanden die Bewohner dieser Streusiedlung als Holzfäller, Viehhirte, Flachsbauer, Handwerker und Bergleute für Glashütten in benachbartem Arnoštov. Infolge von starken Sturmwinden am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in Arnoštov eine Waldbahn für Beförderung der Unmengen von Sturmholz erbaut.

Die Siedlung zählte 99 Häuser und alle Bewohner waren deutscher Nationalität. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung gelang es nicht, diese abgelegene Ecke neu zu besiedeln, und es kam allmählich zum Abbruch der unbelebten Häuser. In dieser Zeit befindet sich auf dem Gebiet der Siedlung Brenntenberg eine renovierte Kapelle und einige ursprüngliche Gebäude, die vor allem zur Erholung dienen. Auf beträchtlicher Katasterfläche erstreckt sich das nationale Naturdenkmal Blanice und das nationale Naturdenkmal Quellgebiet Blanice.

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